Wie lange darf ich vor Operationen in Narkose noch essen und trinken?
Bei Operationen ausserhalb des Magen und Darmtraktes ist das Essen bis 22.00 Uhr des Vortages - das Trinken bis 24.00 Uhr des Vortages erlaubt. Danach dürfen Sie weder essen, noch trinken, noch rauchen, denn Rauchen regt die Magensäureproduktion an. Diese Massnahmen dienen dazu, damit während der Narkoseeinleitung kein Mageninhalt in die Bronchien gelangen kann, was zu schweren Lungenentzündungen führen könnte.
Darf ich vor Operationen meine Medikamente einnehmen?
Dauermedikamente können am Operationsmorgen mit einem kleinen Schluck Wasser eingenommen werden. Aspirin sollte mind. 7 Tage vor einer grösseren Operation abgesetzt werden. Nehmen Sie MACUMAR ein, ist eine Umstellung auf Heparin notwendig. Diese kann durch Ihren Hausarzt kontrolliert und geführt werden.
Werde ich im OP-Gebiet rasiert?
Umittelbar vor der geplanten Operation im OP Saal werden Sie im vorgesehenen OP-Gebiet rasiert, was der Minderung des Risikos von Wundinfektionen dient bzw. die Wundheilung begünstigt.
Kann ich Schmuck, Zahnprothesen anbehalten und wie ist es mit Make-up am OP-Tag?
Schmuck, Uhren, Brillen, Hörgeräte usw. werden aus hygienischen Gründen abgenommen. Herausnehmbare Zahnprothesen sollten unbedingt entfernt werden, bevor Sie im Spital die Vormedikation erhalten. Make-up und das Auftragen von Nagellack ist nicht gestattet.
Welche Kleidung trage ich im OP?
Bei ambulanten Operationen erhalten Sie von uns ein Begrüssungsset. Hier finden Sie ein OP - Mantel, eine Haube, einen Mundschutz und ein paar Socken vor. Die eigene Unterwäsche kann wenn möglich anbehalten werden.
Wann darf ich nach einer Operation wieder essen und trinken?
Eingriffe in Lokalanästhesie bzw. Leitungsanästhesie im Praxis OP werden in der Regel ohne Nebenwirkungen vertragen und bedürfen keiner Nahrungspause. Nach kurzen Eingriffen ausserhalb des Magen-Darmtraktes können Sie nach ca. 2-4 Stunden wieder anfangen Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Wenn Sie diese dann gut vertragen haben auch Nahrung.
Bei Operationen im Bereich des Verdauungstraktes ist eine längere Nüchternzeit (1 bis 7 Tage) nötig. Darüber entscheidet Dr. Engelmann aufgrund der Lokalisation und des OP-Verlaufs. In dieser Zeit erhalten Sie Infusionen mit allen lebenswichtigen Nährstoffen, Salzen, Spurenelementen und Vitaminen. Der Mund kann mit Zitronenstäbchen befeuchtet oder mit Tee ausgespült werden. Nach Ablauf dieser Zeit wird die Kost langsam nach ärztlicher Anordnung und nach Verträglichkeit wieder aufgebaut, um den Verdauungstrakt schonend wieder an seine Tätigkeit zu gewöhnen.
Wann darf ich nach einer Operation wieder duschen?
Nach proctologischen Eingriffen können Sie ab dem Folgetag der Operation wieder duschen. Nach kleineren Eingriffen an den Extremitäten, im Hals-, Bustkorb- und Bauchbereich, können Sie am 5. postoperativen Tag vorsichtig duschen. Anschliessend werden die feuchten Pflaster durch trockene ersetzt. Nach grösseren Eingriffen hängt der Zeitpunkt davon ab, wann die Schläuche zur Ableitung des Wundsekrets (Drainagen) entfernt werden können, wie gross die Wunden sind und wie sie heilen. Vorher können Sie sich, ggf. mit Hilfe einer Pflegekraft am Waschbecken waschen. Nur selten müssen sich die Patienten im Bett waschen. Das normale Duschen ist nach Entfernung des Nahtmaterials ca. 10 Tage nach der OP möglich.
Wie kann ich mich vor einer Thrombose schützen?
Unter einer Thrombose versteht man die Bildung von Gerinnseln in einem Blutgefäss. Je nach Sitz des Thrombus (Blutgerinnsel) innerhalb der Blutstrombahn unterscheidet man zwischen arterieller und venöser Thrombose. Am häufigsten, insbesondere nach Operationen, sind Thrombosen im venösen Gefässsystem, vor allem in den Beinen.
Sie erhalten bei uns eine optimale Therapie zur Thrombosevermeidung. Auch kleinere stationäre Eingriffe werden unter Thromboseprophylaxe durchgeführt. Bei ambulanten Operationen wird die Thromboseprophylaxe individuell abgestimmt.
Werde ich nach der Operation starke Schmerzen haben?
Nein! Während der Operation verhindert die Narkose oder die Regionalanästhesie, dass Sie Schmerzen haben. Sie erhalten während der OP schon Medikamente, die auch nach Ende der Operation noch gegen Schmerzen wirken. Nach OP Ende werden Sie nach Ihren Schmerzen befragt (Schmerzmessung) und erhalten ein starkes, schnell wirksames Schmerzmittel so häufig, bis Sie schmerzarm oder -frei sind. Erst dann können Sie die Praxis verlassen oder werden auf ihre Station verlegt. Dort wird die Schmerztherapie nach Plan fortgeführt.
Was muss ich bei einer ambulanten Narkose beachten?
Bei einer ambulanten Operation werden Sie nicht stationär aufgenommen. Sie werden nach dem Eingriff, nach einer kurzen Überwachungsphase, wieder nach Hause entlassen.
In den nächsten 24 Stunden dürfen Sie nicht aktiv am Strassenverkehr teilnehmen. Auf Ihrem Nachhauseweg sollten Sie von einer Begleitperson unterstützt werden und Ihre Betreuung zu Hause sollte sichergestellt sein.
Welche Ernährung, wenn ich im Bereich des Darmes bzw. Magens operiert werde?
Ein bis zwei Tage vorher ist je nach ärztlicher Anordnung nur noch flüssige Kost erlaubt: Klare Brühe, Tee, Wasser.
Milch, Alkohol und andere zuckerhaltige und eiweissreiche Getränke sind dann nicht mehr erlaubt. Bei Operationen am Verdauungstrakt: ein bis zwei Tage vorher Gabe eines zu trinkenden bzw. zu schluckenden Abführmittels. Die Flüssigkeitsverluste durch das Abführen ersetzen Sie durch ausreichendes Trinken von Wasser und Tee.
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