Ihre Füsse sind meist unsichtbar in Schuhen versteckt und
leisten oft über 5 Millionen Schritte im Jahr. Sie sind Symbole
für Kraft, Stabilität und Beweglichkeit und bestimmen Ihre
Mobilität. Überlastungen durch Arbeit oder Sport, Frakturen
oder Verformungen therapieren wir gezielt und geben Ihnen
Leistungskraft zurück. Um aus der Vielzahl der möglichen Operationen das für Sie adäquate Verfahren auszuwählen, ist eine gezielte Untersuchung durch den Fussspezialisten und das konventionelle Röntgenbild notwendig. Mit Hilfe moderner Untersuchungsmethoden lassen sich erhobene Befunde konkretisieren und genauere Informationen gewinnen.
Behandlungsspektrum
Hallux valgus
Frakturen des Sprunggelenkes
Calcaneusfrakturen
Zehen-, Mittelfussfrakturen
Unguis incarnatus (eingewachsener Zehennagel)
Interdigitale Neuralgie (Morton Neurom)
Fersensporn
Krallen-/Hammerzehen
Knick-, Senk-. Spreizfuss
Sehnenoperationen
Stabilisierungsoperationen
Weichteileingriffe
Arthrose und Arthritis
Kosmetische Fussoperationen
Sprunggelenksprothesen
Engpasssyndrome
Konservative Behandlung oder Operation?

Sind Fussschäden eingetreten bzw. Krankheitsprozesse so weit fortgeschritten, dass mittels konservativer Behandlung keine Besserung oder Heilung zu erwarten ist, dann stellt sich die Frage, ob hier operative Massnahmen helfen können. Häufig ist es die Grosszehe, welche Beschwerden im Grundgelenk durch einen verdickten Grosszehenballen (Hallux valgus) verursacht. Dieser reibt am Schuh und kann sich entzünden. Das Köpfchen des ersten Mittelfussknochens steht hervor und es bilden sich Knochenanlagerungen. Die Grosszehe weicht aus ihrer geraden Richtung mehr oder weniger ab. Die veränderte Zugrichtung der Sehnen verstärkt die Verlagerung der Grosszehe. Häufig ist eine angeborene Veranlagung die Ursache dieser Veränderung. Enge Schuhe verschlimmern nur die Beschwerden, sind aber nicht die Ursache. Neben den kosmetischen Problemen entstehen Schwellungen, Hautreizungen, Hornhautschwielen oder Schmerzen. Diese Veränderungen können verschiedene Ausprägungsgrade annehmen, die auch unterschiedlich behandelt werden müssen.
Minimalinvasive und mikrochirurgische Technik
Dank minimalinvasiver und mikrochirurgischer Techniken sowie moderner Osteosynthese-verfahren konnten in den letzten Jahren erfreuliche Fortschritte und bessere Ergebnisse bei Fussoperationen erzielt werden. Wie in der Handchirurgie wird heute viel Wert auf möglichst gelenkerhaltende Operationen und Weichteileingriffe gelegt, um den Fuss in seiner Funktion weitestgehend zu erhalten. Mittels neuentwickelter Materialien stehen jetzt auch kleinere Schrauben, Platten und Implantate zur Verfügung, die knöcherne Korrekturen an Händen und Füssen erst möglich machen.
Die Fortschritte auf dem Gebiet der medizinischen Apparatetechnik ermöglichen heute auch endoskopische Operationen an Sprung- und seit neuestem auch an den Zehengelenken (Arthroskopien). Somit sind offene Eingriffe an den Gelenken, welche ein grösseres Operationsrisiko beinhalten und eine längere Nachbehandlung erfordern seltener geworden.
Zur Behandlung von Gelenkknorpeldefekten mittels knochenstimulierenden Techniken ist die Transplantation von Knorpel-Knochen-Gewebe und In-vivo-Züchtung von Hyalinknorpel hinzugekommen. Da die normale Gelenkfunktion ohne einen intakten Gelenkknorpel nicht möglich ist, hat die Erhaltung der Knorpeloberfläche immense Bedeutung für das Gelenk. Der menschliche Gelenkknorpel besitzt nur eine geringe Fähigkeit zur Regeneration, so dass schon kleinere Knorpelläsionen bleibende Schäden hinterlassen.
Mit diesen modernen Operationsmethoden lassen sich auch die funktionellen Nachbehandlungen sowie die postoperative Rehabilitation früher einsetzen als bisher. So ist eine Gips- Ruhigstellung bzw. Entlastung des Fusses nach einer Operation heute nur noch selten erforderlich. Der Patient darf mittels eines speziellen Verbandschuhes in der Regel unmittelbar nach der Operation den Fuss belasten. Die Fusschirurgie von heute wird das Schreckensbild der Vergangenheit aus den Köpfen der Patienten verbannen. Dennoch lassen sich nicht alle Fussbeschwerden operieren. Ziel muss es jedoch in Zukunft sein, die Entstehung von Fussdeformitäten möglichst zu vermeiden.
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